Montag, 23. November 2015

Grog: Rum muss, Zucker kann, Wasser braucht nicht (Rezept)

Diese alte plattdeutsche -vielleicht nicht so ganz ernstgemeinte- Faustregel zur Zubereitung eines bei uns im Norden gerade in der kalten Jahreszeit sehr beliebten alten (Ich glaube, das Rezept geht schon auf den Beginn der Neuzeit zurück und kam über die Seefahrer an die deutschen Küsten) Heißgetränks aufgreifend, nehme ich zum Anlass, einmal unser hauseignes von den Eltern, Großeltern und Urgroßeltern übernommes Rezept für Grog mit euch zu teilen.


Man braucht einen Kaffee- oder Teebecher, kochendes Wasser, braunen Kandiszucker, einen Löffel und RUM.


Das Wasser bereite ich mittlerweile in einem modernen Wasserkocher wie diesen hier von oneConcept zu. Früher zu Kindertagen stand bei uns auf dem holzbefeuerten Ofen in der Küche immer ein Kessel mit heißem Wasser griffbereit.

Im Zeitalter von Gasheizung und Elektroherd finde ich die Variante mit dem Kocher doch um einiges praktikabler.

Einfach warmes oder aber auch kaltes Wasser aus der Leitung einfüllen, Deckel schließen, auf die Station stellen, einschalten, kurz warten und sich jederzeit über frisch gekochtes Wasser per Knopfdruck freuen!


An diesen Gerät gefallen mir einige Dinge besonders.
Das ist erstmal ganz offensichtlich diese cleane, geradlinige coole Edelstahldesign. Eine schlichte zylindrische Form, wenige ablenkende und keine überflüssigen Elemente.

Die Kabelaufwickung unter der Basis, die zu lange Kabel gekonnt in Schach hält und unter sich unsichtbar verschwinden lässt.

Der glatte Edelstahlboden OHNE störende Heizspirale, der sich leicht reinigen lässt.

...

Die schon recht große Öffnung könnte für meinen Geschmack sogar noch ein wenig breiter sein aber sie ist schon ganz okay so.

Nun aber wieder zurück zum Grog:
Wir nehmen braunen Überseerum. Traditionell den billigen (Keine Ahnung?! War wohl früher eher ein Getränk der Arbeiter und Ärmeren, um sich wenigstens ein wenig Wärme im kalten Winter zu verschaffen!?)

Braunen Kandis (Nordzucker, aus Rüben von unseren heimischen Feldern).

Das klassische Mischverhältnis liegt bei etwa 4 Teilen Wasser und einem Teil Rum. Dazu kommen ein oder auch zwei Teelöffel Kandiszucker.
Das ist im Grunde Geschmackssache und ich selbst mag es lieber mit deutlich weniger Rum und etwas mehr von dem Zucker, der so schön in der Tasse klimpert, wenn man den "Tee" umrührt.

Jetzt nur noch heißes Wasser aus dem Wasserkocher hinzufügen ...

Also, ich lege mich da jetzt einfach mal fest, wie mir ein heißer Grog am besten schmeckt:

* 2 TL braunen Kandiszucker (Kluntjes) in einen 200ml-Becher geben
* 2-3 EL Rum zufügen und mit
* 150 ml kochendem Wasser übergießen
* Solange vorsichtig (mit viel Liebe und beinahe meditativ) umrühren, bis sich der Zucker komplett gelöst hat

Grog trinkt man am besten abends nach dem Abendbrot und vor dem Schlafengehen oder anstelle von Glühwein in Gesellschaft nach der Schneewanderung, auf dem Weihnachtsmarkt, beim Angrillen im Garten (Januar/Februar), zum Après Ski, ...

Kommentare:

  1. Das probiere ich mal mit Freunden am Sylvesterabend. LG Romy

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    1. Das wird bestimmt ein Heidenspaß! ;-)
      Alles Liebe!

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